InkubACTor – Empowerment von Vereinen und Initiativen
Neuer Ort für MSOs in Wuppertal entsteht

Migrant*innenselbstorganisationen - kurz MSOs werden häufig von ehrenamtlich Engagierten getragen. Oftmals fehlen ihnen jedoch Strukturen, Ressourcen und eine gute Kommunikation nach außen, um wirkungsvolle Projekte für eine nachhaltige Entwicklung erfolgreich umzusetzen.
Gleichzeitig haben Sie jedoch große Potenziale, um sich nicht nur in Ihren Herkunftsländern für Klimaschutz und Nachhaltigkeit einzusetzen. Auch im Bergischen Land und in ganz NRW fördern viele von ihnen mit spannenden Aktivitäten ein vielfältiges und weltoffenes Zusammenleben.
 
Genau, um solche Potenziale zu fördern sowie auf konkrete Wünsche und Herausforderungen von MSOs zu reagieren, wurde in Wuppertal der InkubACTtor für MSOs ins Leben gerufen. Die Idee ist im Rahmen vo
n ADDE e.V. entstanden und in die neue gegründete Kookaburra gGmbH übergeführt worden. Und auch das FSI Forum für soziale Innovation begleitet das Projekt.

 

Als interdisziplinäres und transkulturelles Team, geben sie im Sinne des Empowerments Erfahrung und Expertise weiter. Konkret ist der InkubACTor ein geschützter Raum, der bedarfsgerechte Beratung, Begleitung und Coaching anbietet, ob für Organisationen oder im Rahmen von Gruppenprozessen. Darüber hinaus finden spannende Formate statt, wie

 

  • Tages-Workshops zu Themen des Vereinsmanagements sowie zur nachhaltigen Entwicklung und gesellschaftspolitischen Themen
  • Pitch-Abende zu neuen innovativen Ideen, die unter Einsatz einer unabhängigen Jury prämiert werden
  • Vernetzungs-Events, die den teilnehmenden Organisationen die Möglichkeit bieten, weitere MSOs, städtische und politische Entscheidungsträger*innen sowie Förderinstitutionen kennen zu lernen.

Den Raum dafür bietet das SWANE-Café in Wuppertal.


Decolonize Wuppertal -                           die Aufarbeitung der Wuppertaler Kolonialgeschichte beim     Bürgerbudget 2021

Wuppertal hat eine Kolonialgeschichte, die bis heute nachwirkt. Viele Wuppertaler:innen fühlen sich dadurch betroffen. Hier gibt es nach wie vor durch die koloniale Geschichte belastete Straßen- oder Apothekennamen, die Geschichte der „Völkerschauen“ im Wuppertaler Zoo, die nicht aufgearbeitete Geschichte von Kunstwerken in Wuppertaler Museen. Die Erinnerungskultur soll den Betroffenen zugutekommen, sie müssen hier im Fokus stehen, nicht die Täter: innen weiter geehrt werden. Die damalige Zeit und die damit verbundenen Verbrechen sollen nicht verdrängt, vergessen und ausgelöscht werden.

 

 Im Gegenteil soll mit der Dekolonialisierung erreicht werden, dass viel mehr Wuppertaler:innen auf die städtische Kolonialgeschichte aufmerksam gemacht werden.

 

Auch das Fortwirken des Kolonialismus in anderer Gestalt, als Raubbau an Mensch und Natur, als ungleiche Verteilung von Reichtum und Ressourcen wird Thema sein.

 

Es gab immer wieder vereinzelte Initiativen, die sich hinsichtlich der Erforschung der Wuppertaler Kolonialgeschichte stark gemacht haben Es fehlt jedoch eine konzentrierte längerfristige Auseinandersetzung, wie es sie in vielen Städten mit Initiativen wie Decolonize Köln, Decolonize Hamburg etc. gegeben hat. Organisationen wie POWER OF COLOR, ADDE e.V., KiTma e.V., das YAYA – Netzwerk, das Informationsbüro Nicaragua e.V, die GEPA und Einzelpersonen wie die Wuppertaler Künstler Horst Wegener und Milton Camillo, Mark Tykwer (Offstream) sowie Birte Fritsch, Kuratorin des Zentrums für verfolgte Künste u.a. werden einen Arbeitskreis Decolonize Wuppertal gründen, um die Ideen umzusetzen.

 

Zunächst wird es eine Bestandsaufnahme zur Wuppertaler Kolonialgeschichte geben. Anschließend wird der Veränderungsbedarf ermittelt. Mit Kultur – und Bildungsprogrammen sollen die Ergebnisse vermittelt werden. Ein wichtiger Punkt in diesem Zusammenhang sind Arbeitshilfen zur Geschichte des Kolonialismus für die Wuppertaler Schulen, damit dort endlich eine angemessene Beschäftigung mit der Thematik erfolgen kann.

 

 

 

 

Integrationsprojekt 2019 / 2020

Unter der großen Überschrift "Integrationsprojekt 2019 / 2020 verbergen sich zahlreiche Veranstaltungen zum Thema:

 

- Integrationsrat

- Kalimba Café

- Speakers Corner

- Afrobiz

- Integrationsbegriff

 

hier eine kleine Auswahl,   weitere siehe auch unter Veranstaltungen


Lesungen zum Integrationsbegriff

 

 

Ferda Ataman liest...

 

Zur Begrifflichkeit des Wortes "Integration" fand am 18.06.19 eine Lesung von Ferda Ataman aus ihrem Buch "Hört auf zu fragen,  ich bin von hier" statt.  Anschließend gab es noch eine anregende Diskussion mit den anwesenden Gästen  statt. 


 

 

Firas Alshater las am 28.09.19 aus seinem ersten Buch

"Ich komm auf Deutschland zu" und illustriert das Ganze mit Szenen aus seinen Filmen und Videos.

 

 


Man erfährt u.a., wer Zucchini ist, wieso Firas aus Syrien flüchten musste, warum die Pinguine den größten Gruppenkuschel veranstalten, und wieso ein Stückchen Zucker für internationale Berühmtheit sorgen kann.

 

Im Anschluss an die Lesung beantwortet er auf seine humorvolle Art die Fragen aus dem Publikum.

Kalimba Cafe

 

 

 

Das Kalimba Café ist Auftakt zu „KALIMBA WELT - Internationales Festival der Weltkulturen“

ADDE e.V. und Tukulör Arts will mit dem Festival auf die Vielfalt unserer Gesellschaft aufmerksam machen und Toleranz stärken.


Denn weltweit sind viele Kulturen in ihrer Existenz bedroht. Mit dem Projekt möchten wir an verschiedenen Standorten die Menschen aus Wuppertal und Umgebung mit dem Thema erreichen, um nachhaltig Vorurteile abzubauen und ihnen vorzubeugen.

 

Um auch sozial benachteiligte Menschen zu erreichen, wird bei zahlreichen Veranstaltungen der Eintritt frei sein. Ein weiteres Anliegen des Projekts ist es, die unterschiedlichen Nationalitäten zusammenzubringen. So können neue Freundschaften entstehen, um mehr Integration in unserer Stadt und Umgebung zu schaffen.

 

 

 

Die Premiere des Kalimba Cafés am Samstag, 6. Juli, krönt das

 

GLOBAL MUSIC ORCHESTRA
Pape Samory Seck und Mike Herting bringen mit dem Global Music Orchestra Musiker aus aller Welt zusammen. Die Formation beim Kalimba Café am 6. Juli stammt aus dem Senegal und Deutschland. Angefeuert wird die Musik durch die senegalesischen Rhythmen von Pape Samory Seck, in Verbindung mit dem virtuos gespielten Piano von Mike Herting, der in diesem aufregenden Experiment den harmonischen Gegenpunkt setzt. Der Senegalesischer Sänger Mame Balla Diouf vereint mit seiner  ausdrucksstarken Stimmen die beiden Komponenten miteinander und machten so die Überschneidungen zwischen den kulturellen Welten zweier Kontinente sichtbar.

 

 

 

 

KALIMBA CAFÉ FEAT. EL PATIO  mit Tribute to Buena Vista Social Club

 

Beim Kalimba Café, unserer neuen Weltmusik-Konzertreihe, verbeugt sich am Freitag, 30. August 2019, das Trio El Patio vor der lateinamerikanischen Musik des Buena Vista Social Clubs.

 

Das Trio „El Patio“ entstand aus einem Moment der Sehnsucht nach der gemeinsamen Heimat. Doch nicht nur ihre Heimat, ihr Geburts- oder Wohnort verbinden Tomás Torres, Franz Josef Staudinger und Alejandro Villegas Mazo. Es ist, und das vor allem, die Liebe zur Musik.

 

"El Patio" - der Hinterhof. Warum nennt man ein Trio so? In Kolumbien, der Heimat von Tomás Torres und Alejandro Villegas Mazo, wird in diesen Hinterhöfen gemeinsam musiziert, gelacht und das Leben genossen.

 

Speakers Corner

 

am 03.10.19 im SwaneCafé    Impulsvortrag & Diskussion

Gesellschaft ist ein vielschichtiger Begriff. Die Verbundenheit, oft sehr heterogener Personen, soll dadurch ausgedrückt werden. Doch was lässt die Gesellschaft wirklich zu? Wer gehört zur Gesellschaft und warum fühlen sich einige ausgegrenzt? Was passiert, wenn man anders fühlt als der Großteil einer Gesellschaft? Spannende Gäste laden ein teilzuhaben an einer lebendigen Diskussion im SWANE. Mona Nielen (Deutsche Muslima), Zara Gayk (Transgender), Milton Camilo (homosexuell), Imam Sy (vor 20 Jahren aus Afrika eingewandert).


Afrobiz

Eine temperamentvolle Mischung aus afrikanischen Rhythmen und elektronischer Musik bringt den Boden zum Beben.
Handverlesene DJs präsentieren Euch die frischen elektronischen Sounds aus den Metropolen Afrikas und Lateinamerikas.

 

Eine erfolgreiche Integrationspolitik kann nur gelingen, wenn verschiedene Kulturen zusammen kommen. Beim AfroBeatClub handelt es sich um eine multikulturelle Tanzveranstaltung mit verschiedenen flankierenden Aktionen.

 

Migranten aus Afrika vermissen die Kunst und Kultur aus ihrer Heimat.  Durch den AfroBeatClub, ergänzt mit einer kulinarischen Reise durch die schmackhaftesten Spezialitäten der Afro-Kulturen, kann eine informelle Form dieser Integration gefördert werden, bei der menschliche Kontakte zwischen der Mehrheitsgesellschaft und Migranten geknüpft werden.

 

Die Gäste haben die Möglichkeit verschiedene Spezialitäten aus deren Ländern zu probieren und kommen dadurch mit Afrikanern ins Gespräch. Gleichzeitig soll vermittelt werden, dass Afrika nicht nur ein Kontinent der Probleme und des Chaos ist, sondern auch ein modernes, lebendiges und dynamisches Afrika existiert, jenseits des herkömmlichen Afrikabildes von hungernden Kindern oder bedrohlichen afrikanischen Migranten. Junge Musiker aus afrikanischen Ländern erhalten die Möglichkeit zu Live-Auftritten und stellen die aktuelle moderne Musikszene ihrer Heimatländer vor. Sie stehen anschließend den Besuchern für Gespräche und Diskussionen zur Verfügung.